Gratis bloggen bei
myblog.de



Archiv

Mandy, Andy und Sandy

Liebe Bloglesende,

es ist eine Reise ins Ungewisse. Eine Reise, die man so schnell nicht vergisst.

Eigentlich fängt diese harmlose Geschichte an, wie jede harmlose Geschichte an einem Montag in Berlin anfängt. Man steigt in eine U-Bahn und glotzt sich gegenseitig, aber meistens unterschiedlich doof an. Ab und zu lächelt auch mal einer, die Leute starren.
Leere nichtssagende starrende Menschen, die aus lauter Verzweiflung alte sms löschen, um nicht immer nur starren zu müssen.
Meistens ist der Spruch, den die Leute dir entgegensabbern würden wenn man Sie anlächeln oder gar ansprechen täte, schon an der Verformung der Stirnhaut und den gelangweilten Hartz IV verärgerten Blicken zu erkennen.

"Ey Alter, geh wo du wohnst du alte Scheiße!" (Zitat: Kurt Krömer)

Mein Montag hat ungefähr so angefangen.
Ich setzte mich am Alex in die U5 (Hönow) und fuhr los. Schilingstraße, Frankfurter Tor, Frankfurter Allee und so weiter. Je mehr sich die ratternde Bahn mit den runzelnden Strinen vom Alex wegbewegte, desto seltsamer wurden auch die mir Gegenübersitzenden.

Angekommen an dem Ort, an dem niemand gerne sein will, stieg ich aus der U-Bahn und kaufte mir eine kleine Flasche Fanta bei einer von ihrem dortigen Dasein geplagten Dame, die neben Ihrer Hauptbeschäftigung (Kaffeetrinken) lustige Weihnachtssträuße aus Plastikblumen strickte.
Meine Fanta kostete 1,20€, die ich rasch bezahlte und auf dem Hacken kehrt machte.

Die Station an der ich ausstieg hieß Elsterwerdaer Straße. Berlin-Marzahn!
Ich hatte nur ein Ziel. Meinen Termin zu erledigen und schnell wieder zurück in meine kleine heile Welt in Mitte.

Der Busfahrer, den ich in seiner Pause mit einer banalen Frage nervte, schien nicht besonders gut gelaunt zu sein. Denn allein mir die Tür zu öffnen, damit ich mich artikulieren konnte hatte schon einige bettelnde Blicke gekostet. Die Antwort die ich bekam, war mehr oder weniger nett. "Mit dem Bus der gleich da vorne anhält und alle Fahrgäste mitnimmt."
Ich kam mir ein bisschen verarscht vor. Er meinte wohl sich und seinen Bus.

Als ich dann endlich einsteigen durfte, begrüßte ich ihn ein zweites Mal mit einem freundlichen "Guten Morgen", woraufhin er rasch reagierte und mir ein "bleibst gleich draußen" entgegnete.

Nachdem ich meinen Termin abgehackt hatte, stellte ich mich wieder an die Bushaltestelle Richtung U-Bahn und traf auch promt auf meinen Freund den Busfahrer. "Guten Tag".
Insgeheim hoffte ich, dass er jetzt anfängt meinen lieblings Satz zu gröhlen.

MIT DEM FAHRRAD NISCH INn ERSTEN WAGEN. Aber der passte jetzt nicht.
Alles was er sagte war: "Eingangsbereich freimachen". Ich tat Gutes, befolgte seinen Rat und wunderte mich ein weiteres Mal über diese besondere Spezies Busfahrer.

Wieder an der U-Bahn, traf ich sie dann. Mandy, Andy und Sandy aus Mahrzahn.
In voller Pracht und wie man Sie sich immer vorgestellt hatte, standen Sie da und unterhielten sich. Über Autos, Frauen am Steuer, notgeile Fahrlehrer und das Verhalten eines Golf 2, wenn man im 3. Gang in eine scharfe Kurve einfährt. Schief aufgesetzte Mützen mit Sauerstoffblase, Jetlaghose, Plateauschuhe, Nikeshirt/tops etc. - Alles nur vom Feinsten.
Sido war natürlich auch dabei. Mit der Stimme des Handylautsprechers rappte er sich die Seele aus dem Hals. [..]

"..Alexanderplatz. Endstation, Bitte alle aussteigen."

Also, seid gegrüßt und fahrt mir nur bei Tageslicht nach Marzahn

 

12.12.07 21:02, kommentieren



Der Weihachtsmann ist eine Frau?

Man man man, immer dieser Stress..

Weichnachten ist eigentlich nichts anderes als anstrengend. Karten schreiben, Einkaufen, Geschenke besorgen, kochen, Familie empfangen, dekorieren, anrichten, aufessen, abwaschen, betrinken, schwere Klöße und ein Paar Zigaretten hinterher - der arme Kreislauf.

Fällt mir doch gerade die alljährliche Diskussion mit meiner Mutter ein, die immer wieder darauf hinausläuft, doch echte Kerzen an den Baum zu stecken. Die müssen dann ständig beobachtet werden und wenn sie runter sind.. oho. Lametta gebruzzelt. Ist da noch das Wachs, welches mit genüsslicher Ruhe auf die Weihnachtsteller, die guten Gaben und die Süßigkeiten tropft.

Frögliche Weihnachten .... und einen guten Rutsch sabbeln sich die Kollegen in den letzten Wochen bei jeder sich bietenden Gelegenheit ins Ohr. Klar, es macht Spaß andere zu nerven.
Und weil man nicht unhöflich sein möchte macht man das Theater auch noch mit.

Meint man das ernst? Ich muss sagen, dass es mir schon beim dritten Mal auf die Nerven ging. Weil es jeder mindestens 300 Mal am Tag sagt und geagt bekommt. Als gäbe es nichts Anderes zu berichten. Irgendwie scheinen Alle zu denken, dass es unhöflich ist es nicht zu sagen. Dabei sieht man sich doch meistens schon nach drei oder vier Tagen wieder, doch es wird sich gebührend verabschiedet und alle zu Grüßenden werden mit Namen aufgezählt.

"Weihnachtsstress" ist mein neues Lieblingswort. Es ist in aller Munde und transportiert sich dadurch auch in jede kleinste Ritze. Radio-, Fernseh-, Zeitungsredaktionen können sich nicht halten, auch dieses eher uninteressante Wort für sich zu erschließen. Es muss praktich alles damit beschrieben werden, um jedem Bürger klar zu machen wie das heißt wenn man ich auf Weihnachten freut.

Ich habe einkaufen lassen und bin heute lediglich mit Kochen beschäftigt, was eigentlich auch nicht so schlimm ist. Die Ente macht sich ja praktisch von selbst, wenn man alles vorbereitet hat.

Schließlich komme ich zu dem Punkt, dass der Weihnachtsmann eine Frau sein muss, da ich sonst keine Lust auf ihn habe.

Liebste Grüße und eine besinnlch gemütliche Zeit,

Sebastian


24.12.07 15:25, kommentieren

Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung